Pressemeldung zum Shalompreis 2020 – Verschiebung des Termins wegen Corona-Pandemie sowie Spendenaufruf

Der AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der KU Eichstätt-Ingolstadt hatte am 12. März in Absprache mit dem Shalompreisträger, Massimo Del Bene, entschieden, die Shalompreisverleihung, die für den 25. April 2020 geplant war, wegen der Corona-Pandemie zu verschieben.  Wegen der unklaren Entwicklung gibt es derzeit noch keinen konkreten Termin. Sobald die Bedingungen es zulassen, wird eine feierliche Verleihung stattfinden.

Der AK Shalom bittet im Namen des Preisträgers dringend um Spenden für das Projekt War Children Hospital. Der renommierte Handchirurg Del Bene, der viele Flüchtlinge, die in Lagern in Libyen gefoltert wurden, operierte, hat in Legnano in der Lombardei ein Krankenhaus geplant. Hier sollen Kinder, die durch Kriegshandlungen verletzt wurden, von Fachleuten operiert werden. Vielfach können Kinder und Jugendliche in Kriegsgebieten allenfalls notdürftig versorgt werden, meist bleibt nur die Amputation.

Das Gebäude in Legnano hat die Regionalregierung der Lombardei zur Verfügung gestellt, Ärzt*innen und Pflegende sind bereit, dort ehrenamtlich zu arbeiten. Die laufenden Kosten sollen über Spenden und die Hilfe von UNICEF finanziert werden.

Kriegshandlungen haben auch in Zeiten der Pandemie nicht aufgehört. In Syrien etwa lassen Assads Armee und die mit ihm verbündeten russischen Truppen bewusst Krankenhäuser, Schulen und Marktplätze bombardieren.

Massimo Del Bene schreibt in einer E-Mail vom 12. April 2020 an den AK Shalom:

Dieses Virus verändert die Welt. Es führt uns vor Augen, dass wir nicht allmächtig sind und wie wichtig der Zusammenhalt und die Liebe unter den Menschen sind. Leider ist dies eine schmerzliche Form der Wiederherstellung der wahren und universellen Werte der Menschheit.

Durch Gier und Profitsucht beuten wir Menschen die Umwelt aus. Durch den Lockdown ist die Luft bereits spürbar sauberer geworden. Menschen werden gezwungen, zuhause zu bleiben. Der positive Aspekt ist, dass Eltern und Kinder in engerem Kontakt miteinander sind. Die Abwesenheit der Möglichkeit von körperlicher Nähe zeigt uns, wie wichtig diese ist.

Die Solidarität ist überall spürbar. Hier bei uns bringen die Jugendlichen Medikamente und Lebensmitteln zu älteren Menschen, die nicht außer Haus gehen können. Den in Gesundheitsberufen Tätigen, dem Verkaufspersonal, den Paketausträger*innen wird mehr Respekt gezollt.

Leider starben schon so viele, vor allem ältere Menschen. Es sind schon 130 Ärzt*innen durch Covid-19 verstorben. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Am stärksten betroffen ist die ältere Generation. Es sind die, die unter dem Krieg gelitten haben, die sehr viel aufgebaut haben.

Wir werden nicht aufgeben im solidarischen Handeln. Ich freue mich sehr auf ein Zusammentreffen mit den Mitgliedern des AK Shalom.“

Der Shalompreis ist einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland. Er wird seit 1981 verliehen. Die Arbeit ist rein ehrenamtlich und stützt sich auf Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Bürgerinnen Eichstätts. Im letzten Jahr konnten 28.500 Euro an ein Projekt zum Schutz von Minderheiten in Ungarn überwiesen werden. Das Preisgeld wird ausschließlich durch Spenden zusammengetragen.

Spendenkonto:

Katholische Hochschulgemeinde Eichstätt

Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG

IBAN:  DE 34721608180109620320

Stichwort Shalompreis 2020

Für Spenden ab 200 Euro bitte die Adresse auf dem Überweisungsträger vermerken

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