Dankesbrief vom diesjährigen Preisträger Dr. Del Bene

Wir haben Post von unserem diesjährigen Preisträger Dr. Massimo Del Bene erhalten. Im Folgenden die Nachricht im Wortlaut:

„In einer Zeit, in der die Welt einer Pandemie ausgesetzt ist, die einfach nicht verschwinden will, scheinen in menschlichen Beziehungen Individualismus und Egoismus zu überwiegen.

Der Virus hat die grundlegenden Instinkte und den Überlebensdrang der Menschheit stark in den Vordergrund gerückt, jeder neigt dazu, an sein eigenes Wohl zu denken und nicht an das Gemeinwohl. Die anderen, die in Not sind, werden oft vergessen.

Die Gesellschaft schottet sich ab, es dominiert die Territorialität und der Fremde trifft auf verschlossene Türen.

In diesen Momenten ist es notwendig und grundlegend, sich auf die Werte der Solidarität, des Verständnisses und der Offenheit gegenüber anderen zu besinnen.

Wir wurden geschaffen, um zu geben, nicht um zu empfangen.

Es ist selbstverständlich auf Notleidende zuzugehen, aber leider führt das menschliche Handeln manchmal zu einem weit verbreiteten Egoismus, der die Türen des Hauses verschließt und ausschließlich auf die eigenen Interessen schaut.

Der Shalom-Preis, der seit einigen Jahren auf der internationalen Bühne präsent ist, repräsentiert und bestätigt die Werte der Solidarität und des menschlichen Teilens. Diese für das soziale Leben und für den Menschen so wichtigen Werte werden durch den Preis, der jedes Jahr verliehen wird, hervorgehoben und belohnt.

Danke, dass Sie an uns gedacht haben und in diesem Jahr 2020 unsere Aktivität der Fürsorge für junge Migranten ausgezeichnet haben. Sie sind auf der Suche nach einem besseren Leben oder einfach einem Leben, das diesen Namen verdient. Auf dieser Reise der Hoffnung sind sie über die Folterkammern der libyschen Gefangenenlager gestolpert, bevor sie in eine glücklichere Zukunft aufbrechen können.

Seit Jahren kümmern wir uns um sie, um ihnen eine Chance zu geben, die durch die Folter geschädigten Hände wieder funktionstüchtig zu machen. Dieses Ergebnis wird manchmal durch mehrere chirurgische Eingriffe erreicht. Die relativen Krankenhauskosten können wir durch die Carithas abdecken.

Ein weiteres Projekt, an dem wir beteiligt sind, ist der Bau eines Krankenhauses in Italien für kriegsverletzte Kinder aus den verschiedenen Kriegsschauplätzen der Welt.

Im Moment hat die Pandemie die konstituierenden Initiativen der Stiftung gestoppt, die sich um das Handling kümmern wird, sowie um mögliche Geldgeber.

Wenn es wieder möglich sein wird, werden wir auf das Projekt für ein Kriegskinderkrankenhaus in Italien zurückkommen, und

Dank des Shalom-Preises werden wir in der Lage sein, eine Stiftung zu gründen, die sich diesem Zweck widmet, 

und einen Teil des Erlöses für die Operationen von verbrannten und missgebildeten Kindern, die aus Lateinamerika, Afrika und Asien in unser Krankenhaus komme, verwenden.

Es tut mir sehr leid, dass ich mich nicht persönlich bei Ihnen allen für die Großzügigkeit bedanken kann

und für die Solidarität, die Sie unserer Arbeit entgegengebracht haben.

Nächstes Jahr werden die Bedingungen günstiger sein, und ich werde sicherlich in der Lage sein, Sie zu treffen und Ihnen persönlich zu danken.

Ein besonderer Dank gilt Ulrike für ihre Kontakte und ihr beständiges und wertvolles Interesse in dieser schwierigen Zeit der Pandemie.

Danke.“

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