Pressemeldung Shalompreis 2020: Rekordsumme von 32.000 Euro für das War Children Hospital gesammelt.

Der AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt konnte für das Projekt „War Children Hospital“ (WCH), das in Italien errichtet wird, 32.000 Euro überweisen. 

In einem Dankesbrief zeigte sich Massimo Del Bene tief bewegt von der Solidarität der Menschen, die für dieses Projekt gespendet haben.

Der Shalompreisträger 2020, der renommierte plastische Chirurg Dr. Massimo Del Bene aus Monza, setzt sich seit Jahren für Geflüchtete ein, die in libyschen Lagern gefoltert wurden. Wie Del Bene immer wieder mit Entsetzen feststellt, werden die Flüchtlinge in den Lagern in Libyen mit grausamen Foltermethoden so misshandelt, dass die Folgen mit jedem Schritt spürbar bleiben. 

Den bekennenden Christen macht die Behauptung, Migrant*innen hätten angeblich keine Gründe, zu fliehen, ebenso wütend wie die Tatsache, dass die Staaten der Europäischen Union Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lassen. „Es ist eine Schande, dass Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen müssen, keine sicheren Fluchtwege nach Europa erhalten. Im Gegenteil: Seenotretter werden kriminalisiert.“ so Del Bene.

Del Bene baut in Legnano in der Lobardei eine Klinik für Kinder auf, die durch Kriegshandlungen verletzt wurden und in ihren Heimatländern, wie Syrien, Afghanistan usw. nicht adäquat behandelt werden können.

Die Corona-Pandemie hat zwar den Beginn der Operationen in der Klinik verzögert, aber nicht unmöglich gemacht.

Wie Del Bene in einem Brief an den AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der KU Eichstätt-Ingolstadt und an alle Spenderinnen und Spender schreibt, konnte er den Grundstein für die Stiftung „WCH“ legen. Unterstützt wird das Krankenhaus auch von der Caritas Italien, der Regionalregierung Lombardia und UNICEF. Alle Mitarbeitenden bei den Operationen tun dies ehrenamtlich.

Einen Teil des Spendengeldes verwendet der Handchirurg für Operationen bei Kindern aus Lateinamerika und Afrika, die an Fehlbildungen oder Verletzungen an den Gliedmaßen leiden. Sie werden in Monza von Del Bene und seinen Kolleg*innen operiert.

Die Verleihung des Shalompreises am 25. April 2020 musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie wird im nächsten Jahr, zusammen mit der Verleihung des Shalompreises 2021, stattfinden. Im Jahr 2021 wird der Shalompreis, einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland, dann 40 Jahre alt.

Die Arbeit des AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden ist rein ehrenamtlich und stützt sich auf Studierende und Bürgerinnen Eichstätts. Ziel des Arbeitskreises ist es, einen Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte und des weltweiten Friedens zu leisten.

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